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Was ist Covered-Call-Writing?

Definition

Der Verkauf von Calls auf Aktien, die sich im Bestand eines Anlegers befinden, wird als Covered-Call-Writing (CCW) bezeichnet. (In einer Variante des CCW werden die Aktien zur Durchführung der Strategie erst gekauft und gleichzeitig die Calls auf diese neu erworbenen Aktien verkauft.)

Beim Covered-Call-Writing geht der Anwender von eher konstanten Aktienkursen aus. Er hofft dabei, für sein Depot eine Zusatzrendite durch die Einnahme der Optionsprämie zu erzielen.

Ziel: Renditesteigerung
Erwartung: konstante Aktienpreise

Beispiel

Zur Renditesteigerung eines Aktienbestandes von 500 deutschen XY-Aktien verkauft ein Anleger 500 Call-Optionen auf die xy-Aktie mit einem Ausübungspreis von EUR 50 (out-of-the-money) zum Preis von EUR 2,50 pro Aktie. Preis der Aktie aktuell: EUR 46.

Da sich ein Kontrakt Aktienoptionen auf deutsche Aktien an Eurex Exchange in der Regel auf 100 Aktien bezieht, verkauft der Anleger fünf Kontrakte.

Bei Verfall der Optionen ergeben sich verschiedene Szenarien abhängig vom dann festgestellten Aktienpreis.

Aktienpreis bei Verfall der Optionen Gewinn/ Verlust mit Aktien Gewinn/ Verlust mit Calls Ergebnis Aktie + Call
60 +14 -7,50 +6,50
55 +9 -2,50 +6,50
52,50 +6,50 0 +6,50
50 +4 +2,50 +6,50
46 0 +2,50 +2,50
44 -2 +2,50 +0,50
38 -8 +2,50 -5,50

Covered-Call-Writing ist primär eine Strategie zur Renditesteigerung bei Erwartung konstanter Preise. Bei fallenden Preisen wirkt die erhaltene Prämie als „Risikopuffer“.

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Einige Anleger bezeichnen die Strategie auch als „limitierten Verkauf“ der Aktien, da die Aktien bei steigenden Kursen zu dem Ausübungspreis plus der erhaltenen Prämie verkauft werden.

Die Strategie ist natürlich nicht zu empfehlen, wenn man sich auf keinen Fall von seinen Aktien trennen möchte. In jedem Fall sollte man bedenken, dass die Optionen bei steigenden Kursen über den Ausübungspreis der Option hinaus ausgeübt werden und dann die Aktien geliefert werden müssen.

Achtung: Die erhaltene Optionsprämie schützt nur sehr begrenzt vor fallenden Aktienpreisen. Der Verkäufer der Option erleidet mit den Aktien im Depot einen Verlust, der nur durch die erhaltene Prämie gemindert wird. Insbesondere bei der Variante des CCW, bei der die Aktien für die Strategie speziell gekauft werden, ist zu bedenken, dass bei fallenden Aktienpreisen die Optionen nicht ausgeübt werden und die Aktien somit im Depot des Anlegers verbleiben. Der Anleger sollte also prinzipiell bereit sein, diese Aktien zu halten.

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