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Wie lassen sich Optionsmärkte abgrenzen?

Optionen lassen sich grundsätzlich in börslich –zum Beispiel an Eurex Exchange - und außerbörslich gehandelte Optionen unterteilen.

In Deutschland werden neben den an Eurex Exchange gehandelten Optionen auch Optionsscheine am Kassamarkt gehandelt.

Bedeutende Handelsplätze für Optionsscheine sind hierbei Börse Frankfurt ZertifikateBörse und in Stuttgart die Euwax.

Unterscheidungkriterium 1: Handelsplatz

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In allen Fällen handelt es sich um Wahlrechte (lat. Option = Wahlrecht). Im Detail gibt es jedoch eine Reihe von Unterschieden zum Beispiel zwischen Eurex-Optionen und Optionsscheinen.

Unterscheidungskriterium Eurex-Optionen Optionsscheine
Emittent Kein fester Emittent, Eurex Exchange gibt Kontraktspezifikationen vor Banken/Wertpapierhandelshäuser
Laufzeit Laufzeiten bis 120 Monate, stets feststehende Verfalltermine Laufzeit meist 1-2 Jahre, keine festen Verfalltermine
Ausübungspreise Mindestanzahl durch Börse vorgegeben, Einführung neuer Ausübungspreise automatisch je nach Marktgegebenheit Keine feste Regel, abhängig vom Angebot der Emittenten
Handel Handel an Eurex Exchange.
In der Regel mehrere Market-Maker pro Basiswert.
Handel am Kassamarkt
In Frankfurt: ZertifikateBörse (Handelssystem Xetra)
Preisstellung i.d.R. durch Spezialisten (Spezialistenmodell)
Mögliche Handelspositionen Sowohl Long- als auch Short-Positionen (Stillhaltergeschäfte) sind möglich,
insgesamt 4 Grundpositionen:
  • Long-Call
  • Short-Call
  • Long-Put
  • Short-Put
Nur Long-Positionen möglich (Stillhalter ist der Emittent), insgesamt 2 Positionen:
  • Long-Call
  • Long-Put

Die Vorteile der an Eurex Exchange gehandelten Optionen sind offensichtlich:

  • Jederzeit marktgerechte Ausübungspreise verfügbar
  • Viele verschiedene Laufzeiten
  • In der Regel mehrere Market-Maker pro Basiswert
  • Im Gegensatz zu Optionsscheinen: Long- und Short-Positionen möglich

Unterscheidungkriterium 2: Markt des Basiswerts

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für Optionen ist der Markt der zugrunde liegenden Basiswerte: handelt es sich um eine Terminmarktposition, spricht man von Optionen auf Futures, handelt es sich hingegen um eine Kassamarktposition, spricht man passenderweise von Kassaoptionen.

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Unterscheidungkriterium 3: Basiswert

Kassaoptionen lassen sich nach ihrem zugrunde liegenden Basiswert weiter einteilen: handelt es sich hierbei um Waren, z.B. Getreide oder Edelmetalle, spricht man von Warenoptionen. Handelt es sich beim Basiswert jedoch um Finanzinstrumente, wie beispielsweise Aktien, Devisen oder Aktienindizes, spricht man von Finanzoptionen.

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