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Was sind Cost-of-Carry und was bedeutet der Begriff "Basis"?

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Die Differenz zwischen Kassa- und Terminpreis wird allgemein als Basis bezeichnet.

Die Cost-of-Carry (CoC) stellen die Nettokosten dar, die bei Sofortkauf und Halten (Lagern, „Carry“) des Basiswertes bis zur Fälligkeit eines Termingeschäfts anfallen.

Bei Termingeschäften auf Waren (Commodities) sind die mit dem Lagern und der Finanzierung verbundenen Kosten normalerweise höher als die Erträge bzw. sind überhaupt keine Erträge vorhanden. Der Terminpreis liegt über dem Kassapreis.

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Diese Situation wird i.d.R. als „negative Basis“ bzw. „negative Cost-of-Carry“ bezeichnet.

Cost-of-Carry stellen im Falle Finanzierungskosten > Erträge wirklich Kosten dar. Da Kosten generell als etwas negatives empfunden werden, ist die Bezeichnung „negative Basis“ bzw. „negative CoC“ nachvollziehbar.

Sind die Erträge höher als die Finanzierungs- bzw. Lagerkosten, so liegt der Futures-Preis unter dem Kassapreis.

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Es wird von einer positiven Basis bzw. positiven CoC gesprochen.

Eine positive Basis existiert häufig bei Fixed-Income-Futures wie zum Beispiel Euro-Bund-Futures. Auch bei Futures auf Aktien ist eine positive Basis möglich, wenn die Dividenden höher sind als der kurzfristige Finanzierungskostensatz.

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